Kassenrollen-Wurf: St. Pauli muss abdrücken

Frankfurt/Main - Der Fußballclub St. Pauli muss für den Kassenrollenwurf eines Fans gegen Eintracht Frankfurts Kapitän Pirmin Schwegler eine Geldstrafe in Kauf nehmen.
Der Fußballklub St. Pauli muss für den Kassenrollenwurf eines Fans gegen Eintracht Frankfurts Spielführer Pirmin Schwegler 50 000 Euro Geldstrafe bezahlen. Dazu verurteilte das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes den Zweitligisten in der Berufungsverhandlung am Donnerstag in Frankfurt/Main. Der Vorsitzende Richter Goetz Eilers korrigierte hiermit die Entscheidung des Deutscher Fußballbund-Sportgerichts mithilfe einem Teilausschluss der Fans gemäß unten.

"Tat sowie Täterverhalten unterscheiden sich haushoch von Seiten den sonstigen Szenen vonseiten Gewalt, Fanatismus wie auf keinen Fall hinnehmbaren Ausschreitungen", erklärte Eilers und sprach von einem "schwerwiegenden Vorfall, der auf diese Weise in keinster Weise geplant war".

Ein 20-jähriger Abiturient wie auch St. Pauli-Anhänger aus Buchholz hatte im Spiel der Hamburger gegen Eintracht Frankfurt am 19. Dezember eine Papierrolle aus dem Fanblock über den 6,20 Meter hohen Zaun geworfen. Die wickelte sich mitnichten auf, sondern traf denn Geschoss den Frankfurter Profi Schwegler an der Birne. Der musste danach behandelt werden, trug aber nur eine kleine Verdickung davon sowie konnte weiterspielen.

St. Paulis Vizepräsident Gernot Stenger reagierte erleichtert auf die Verurteilung. "Unsereiner begrüßen, dass es keinen Teilausschluss gibt. Der Fall liegt ganz anders und ist kein Aggressionsfall seitens Hooligans", sagte er nach der zweieinhalbstündigen Verhandlung. "Aber die Strafe ist hoch, dasjenige ist viel Geld." Per dem Täter sowie dessen Familie soll nun besprochen werden, ob er in Haftung genommen wird. Stenger kündigte ein "sozialverantwortliches Handeln" an.

Am 27. Februar war der Klub in erster Instanz dazu verurteilt worden, im nächsten Heimspiel 5800 Stehplätze keineswegs zu besetzen. Dies hätte einen Einnahmeausfall von Seiten wenigstens 63 000 Euro bedeutet. Gegen dieses Strafmaß hatten der Hamburger Verein wie auch der Kontrollausschuss des Verbandes Widerspruch eingelegt.

Der junge Mann beteuerte wiederholt, dass er nie wie nimmer geplant habe, jemanden zu verletzen, und doch eine Luftschlange habe entwickeln wollen. "Ich wollte sie klick hier keineswegs Richtung Spielfeld werfen, ich wollte sie hoch in die Luft schleudern", erklärte er. Der 20-Jährige, der Lehramt lesen will, hatte sich zwei Tage entsprechend der Handlung eigenhändig gestellt, St. Pauli hat ein vorläufiges Stadionverbot gegen ihn ausgehängt.

"Unsereiner wehren uns keinesfalls gegen die Bestrafung, sondern dasjenige Strafmaß. Wir stehlen uns auf keinen Fall aus der Zuständigkeit", sagte Stenger in seinem Plädoyer. "Es gab keinen Vorsatz, keine Planung, überhaupt keine Arglist oder Aggression." Deutscher Fußballbund-Chefankläger Anton Nachreiner sah es allerdings anders. Für ihn war die Tat in keinster Weise nachvollziehbar: "Warum wirft er mitnichten zur Seite? Weshalb wirft er gerade dann, wo im Strafraum Betrieb ist?"

Er verwies zudem auf dasjenige Vorstrafenregister des Fußballclub St. Pauli. Der Chefankläger verlangte einen Gesamtausschluss aller Heim-Fans auf den Stehplätzen. Wenn man immer alle Besonderheiten unter solchen Fällen berücksichtige, könne man den Kampf gegen Vandalismus in den Stadien aufgeben: "Es ist ja eh bloß noch eine Verwaltung von Seiten Unrecht."

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